
Systemische Familientherapie
Die systemische Familientherapie ist eine vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit anerkannte, eigenständige psychotherapeutische Methode. Der Mensch wird innerhalb seines Umfelds betrachtet. Hierbei können Dynamiken und Kommunikationsprozesse der Familie erkannt und verändert werden.
Systemische Familientherapeut:innen arbeiten mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Helfersystemen. Das Ziel systemischer Familientherapie ist es, gemeinsam Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Diese werden durch einen wertschätzenden Blickwinkel des Unvoreingenommen-seins betrachtet.
Der Fokus liegt hierbei vor allem auf der Gegenwart und Zukunft. Geachtet wird auf das, was bereits gelingt und welche sozialen Beziehungen für die Lösung behilflich sein können. Weiters kann es von Bedeutung sein, den Fokus auf vergangene Krisen und Herausforderungen zu lenken, um Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen.
Systemische Familientherapie mit Kindern und Jugendlichen
Die systemische Familientherapie betrachtet das Kind oder den Jugendlichen nicht isoliert, sondern im Kontext seiner sozialen Beziehungen und Lebensumfelder, insbesondere der Familie, der Schule sowie weiterer relevanter Bezugssysteme.
Aus systemischer Perspektive werden kindliche Verhaltensweisen und emotionale Reaktionen als Ausdruck von Wechselwirkungen innerhalb dieser Systeme verstanden.
Ziel ist es, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und neue, förderliche Interaktions- und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die therapeutische Arbeit erfolgt ressourcen- und lösungsorientiert. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Stärken und Kompetenzen des Kindes oder des Jugendlichen, die gezielt aktiviert und erweitert werden. Methodisch kommen altersadäquate Zugänge wie spielerische Interventionen, kreative Verfahren sowie strukturierte Gespräche zum Einsatz.
Ein wesentlicher Bestandteil der systemischen Arbeit ist – je nach Fragestellung – die Einbeziehung und aktive Mitwirkung von Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen. Dadurch wird sichergestellt, dass erarbeitete Veränderungen im Alltag nachhaltig wirksam werden können. Dazu gehört auch ein bestehender Behandlungsbedarf, die freiwillige Teilnahme sowie die Bereitschaft, Veränderungen zuzulassen.
Ziel der Therapie ist es, das Kind oder den Jugendlichen in seiner Entwicklung zu unterstützen, seine Selbstwirksamkeit zu stärken und gleichzeitig die Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit innerhalb des Systems zu fördern.
Psychotherapeutische Praxis Mag.a Nina Blaschek
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